Spielregeln einfach erklärt

Roulette Regeln: Einsätze, Auszahlungen und Varianten erklärt

Kessel, Tableau, alle Einsätze mit Auszahlung und Wahrscheinlichkeit – plus die Unterschiede zwischen europäischem, französischem und amerikanischem Roulette.

37Felder
35:1Höchste Auszahlung
2,7 %Hausvorteil
Zu den Regeln18+ · Glücksspiel kann süchtig machen
Illustration: europäischer Roulettekessel mit 37 Feldern

Roulette ist das Spiel, das viele sofort mit einem Casino verbinden: der drehende Kessel, die klackernde Kugel, das „Rien ne va plus“ des Croupiers. Die Regeln sind schnell gelernt – die Feinheiten stecken in den vielen Einsatzmöglichkeiten und in den Unterschieden zwischen den Varianten. Hier erfährst du alles, was du für dein erstes Spiel brauchst, und warum die grüne Null über deine Gewinnchancen entscheidet.

Die Roulette Regeln in Kürze

Roulette auf einen Blick
  • Gespielt wird mit einem Kessel aus 37 Feldern: den Zahlen 1 bis 36 in Rot und Schwarz und der grünen Null.
  • Du setzt Chips auf eine Zahl, eine Gruppe von Zahlen oder eine Farbe – vor jedem Wurf neu.
  • Der Croupier wirft die Kugel, mit „Rien ne va plus“ sind keine Einsätze mehr möglich.
  • Gewinnt dein Einsatz, wird er je nach Art zwischen 1:1 und 35:1 ausgezahlt.
  • Die Null sorgt beim europäischen Roulette für einen Hausvorteil: Der Anteil jedes Einsatzes, den das Casino auf lange Sicht behält. Beim europäischen Roulette sind es 2,70 %. von 2,7 % – bei jeder Wette.

Woher Roulette kommt

Roulette entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich; der Name bedeutet „kleines Rad“. Oft wird die Erfindung dem Mathematiker Blaise Pascal zugeschrieben, belegt ist das aber nicht – wahrscheinlicher ist, dass sich das Spiel aus älteren Rad- und Brettspielen entwickelt hat. Die frühen Kessel hatten sowohl eine Null als auch eine Doppelnull.

Eine wichtige Station liegt in Deutschland: 1843 führten die Brüder François und Louis Blanc in der Spielbank von Bad Homburg ein Roulette mit nur einer Null ein. Für die Spieler war das deutlich attraktiver, und das Modell setzte sich in Europa durch – später auch in Monte Carlo, das François Blanc entscheidend prägte. In den USA blieb die Doppelnull dagegen verbreitet. So entstanden die beiden Hauptvarianten, die bis heute gespielt werden.

Kessel und Tableau

Der Roulettekessel ist eine drehbare Schüssel mit 37 nummerierten Fächern. Die Zahlen sind nicht der Reihe nach angeordnet, sondern so verteilt, dass sich hohe und niedrige, gerade und ungerade sowie rote und schwarze Zahlen möglichst abwechseln. Neben der Null liegen zum Beispiel die 32 und die 26. Diese Anordnung spielt für die Gewinnchancen keine Rolle, ist aber wichtig für die sogenannten Annoncen, bei denen du auf Kesselabschnitte setzt.

Gesetzt wird auf dem Tableau, dem Spielfeld neben dem Kessel. Dort sind die Zahlen 1 bis 36 in drei Spalten und zwölf Reihen angeordnet, darüber liegt die Null. Rund um das Zahlenfeld findest du die Felder für die Außenwetten: Dutzende, Kolonnen und die einfachen Chancen wie Rot und Schwarz.

Roulette-Tableau mit Null, den Zahlen 1 bis 36 in drei Spalten und zwölf Reihen, den Außenwetten und den Positionen von Plein, Cheval, Transversale, Carré, Dutzend, Kolonne und einfacher Chance mit ihren Auszahlungen
Das Tableau beim europäischen Roulette: Wo du für welchen Einsatz die Chips setzt und was jeder Einsatz auszahlt.

So läuft eine Runde ab

  1. Einsätze platzieren Alle Spieler setzen ihre Chips auf das Tableau. Online klickst du einfach auf das gewünschte Feld.
  2. Kugel werfen Der Croupier dreht den Kessel und wirft die Kugel gegen die Drehrichtung. Solange sie rollt, darfst du meist noch setzen.
  3. Rien ne va plus Kurz bevor die Kugel langsamer wird, schließt der Croupier die Einsätze. Ab jetzt kann niemand mehr setzen oder Chips verschieben.
  4. Ergebnis und Auszahlung Die Kugel bleibt in einem Fach liegen. Verlierende Einsätze werden abgeräumt, gewinnende ausgezahlt – dann beginnt die nächste Runde.

Alle Einsätze mit Auszahlung und Wahrscheinlichkeit

Beim Roulette unterscheidet man Innenwetten auf einzelne Zahlen oder kleine Zahlengruppen und Außenwetten auf große Gruppen. Je weniger Zahlen ein Einsatz abdeckt, desto höher ist die Auszahlung – und desto seltener gewinnt er. Die Tabelle zeigt alle Standardeinsätze beim europäischen Roulette mit 37 Feldern:

Einsätze beim europäischen Roulette
Einsatz Zahlen Auszahlung Gewinnchance
Plein (eine Zahl) 1 35:1 2,70 %
Cheval (zwei benachbarte Zahlen) 2 17:1 5,41 %
Transversale pleine (eine Reihe) 3 11:1 8,11 %
Carré (vier Zahlen im Quadrat) 4 8:1 10,81 %
Transversale simple (zwei Reihen) 6 5:1 16,22 %
Dutzend oder Kolonne 12 2:1 32,43 %
Einfache Chance (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, 1–18/19–36) 18 1:1 48,65 %
Probier es aus: Tippe auf eine Zahl oder einen Außeneinsatz
Rouge (Rot)
Auszahlung1:1
Gewinnfelder18 von 37
Trefferchance48,65 %
Erwartung je 10 €−0,27 €

Fast eine Münzwurf-Wette, aber die Null gehört dem Casino. Mit La Partage (französisches Roulette) halbiert sich der Verlust auf 1,35 %.

Innenwetten

Mit einem Plein setzt du auf eine einzelne Zahl, mit einem Cheval auf zwei benachbarte Zahlen, indem du den Chip auf die Linie dazwischen legst. Eine Transversale pleine deckt eine Reihe aus drei Zahlen ab, ein Carré die vier Zahlen, die sich an einer Ecke berühren. Mit der Transversale simple setzt du auf zwei benachbarte Reihen, also sechs Zahlen.

Außenwetten

Ein Dutzend umfasst die Zahlen 1–12, 13–24 oder 25–36, eine Kolonne eine der drei senkrechten Spalten. Die einfachen Chancen teilen die 36 Zahlen in zwei Hälften: Rot oder Schwarz (Rouge/Noir), Gerade oder Ungerade (Pair/Impair) und 1–18 oder 19–36 (Manque/Passe). Sie werden 1:1 ausgezahlt und gewinnen fast in jeder zweiten Runde – aber eben nur fast, denn die Null gehört zu keiner von ihnen.

Annoncen: Wetten auf Kesselabschnitte

Vor allem beim französischen Roulette kannst du auf Abschnitte des Kessels setzen. Die bekanntesten Annoncen sind Voisins du Zéro (die 17 Zahlen rund um die Null), Tiers du Cylindre (die 12 Zahlen gegenüber der Null) und Orphelins (die übrigen 8 Zahlen). Eine Annonce besteht aus mehreren Einzeleinsätzen, die gemeinsam gesetzt werden. An den Gewinnchancen ändert sie nichts – sie ist nur eine bequeme Art, viele Zahlen auf einmal abzudecken.

Die Annoncen im Detail

Annoncen werden am Tisch angesagt und vom Croupier gesetzt, online wählst du sie auf einer eigenen Kesselgrafik, der sogenannten Rennbahn. Jede Annonce besteht aus einer festen Zahl von Stücken:

Die klassischen Annoncen beim französischen Roulette
Annonce Zahlen Stücke So wird gesetzt
Voisins du Zéro 17 9 2 Stücke auf 0/2/3, je 1 auf 4/7, 12/15, 18/21, 19/22, 32/35, 2 auf 25/26/28/29
Tiers du Cylindre 12 6 je 1 Stück auf 5/8, 10/11, 13/16, 23/24, 27/30, 33/36
Orphelins 8 5 1 Stück auf die 1, je 1 auf 6/9, 14/17, 17/20, 31/34
Jeu Zéro 7 4 je 1 Stück auf 0/3, 12/15, 32/35 und Plein 26
Nachbarn 5 5 eine Zahl plus ihre zwei Nachbarn links und rechts im Kessel, je 1 Stück

Annoncen sind praktisch, wenn du einen zusammenhängenden Kesselbereich abdecken willst. Mathematisch sind sie nichts anderes als eine Sammlung gewöhnlicher Einsätze – mit demselben Hausvorteil.

Wahrscheinlichkeit und Zufall verstehen

Die Wahrscheinlichkeiten beim Roulette sind leicht zu berechnen: Jede Zahl fällt mit einer Chance von 1 zu 37. Schwieriger ist es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie stark der Zufall kurzfristig schwankt. Fünfmal Rot in Folge zum Beispiel klingt außergewöhnlich, kommt aber beim europäischen Roulette in etwa jeder 37. Fünferserie vor – an einem Abend mit vielen Runden also fast sicher irgendwann.

Ähnlich ist es mit deinem Ergebnis. Setzt du 100 Runden lang je 1 € auf Rot, verlierst du im Durchschnitt 2,70 €. Abweichungen von 20 € nach oben oder unten sind nach 100 Runden aber völlig normal. Erst über Tausende von Runden setzt sich der Hausvorteil zuverlässig durch – das sogenannte Gesetz der großen Zahlen. Deshalb kannst du an einem einzelnen Abend durchaus gewinnen, auf lange Sicht aber nicht.

Regel6.1

Merksatz: Kurzfristig entscheidet der Zufall, langfristig der Hausvorteil. Plane dein Budget so, dass es Schwankungen aushält – und setze nie Geld ein, das du für anderes brauchst.

Einsätze kombinieren

Du kannst in jeder Runde beliebig viele Einsätze gleichzeitig platzieren, solange du die Tischlimits einhältst. Viele Spieler kombinieren zum Beispiel eine einfache Chance mit ein paar Pleins, um häufig kleine und gelegentlich große Gewinne zu erzielen. Wichtig ist: Kombinationen verändern nur, wie oft und wie hoch du gewinnst – nicht, wie viel du im Durchschnitt verlierst. Jeder Teileinsatz hat für sich den Hausvorteil von 2,7 %, also auch die Summe.

Ein Beispiel: Du setzt 10 € auf Rot und je 1 € auf die schwarzen Zahlen 2, 4 und 6. Fällt eine rote Zahl, gewinnst du 10 € und verlierst 3 €. Fällt die 2, 4 oder 6, gewinnst du 35 € mit dem Plein und verlierst die 10 € auf Rot sowie die beiden anderen Pleins – unterm Strich 23 € Plus. Fallen andere schwarze Zahlen oder die Null, verlierst du alle 13 €. Über viele Runden bleibt es bei 2,7 % von 13 € Einsatz pro Runde – also rund 35 Cent.

Tischlimits: Mindest- und Höchsteinsätze

Jeder Roulettetisch hat ein Minimum und ein Maximum. Das Minimum legt fest, wie viel du mindestens setzen musst, das Maximum begrenzt die Einsätze – meist getrennt für Innenwetten und einfache Chancen. Ein Tisch kann zum Beispiel ein Minimum von 1 € und ein Maximum von 100 € auf ein Plein, aber 2.000 € auf Rot oder Schwarz haben. Tische ohne Limit gibt es in der Praxis nicht.

Die Limits schützen das Casino vor allem vor Verdopplungssystemen: Wer nach jedem Verlust verdoppelt, stößt nach wenigen Runden an das Maximum und kann die Serie nicht fortsetzen. Für dich sind sie ein guter Anhaltspunkt bei der Tischwahl – ein niedriges Minimum lässt dein Budget länger reichen.

Die Null und der Hausvorteil

Würde ein Roulettekessel nur die Zahlen 1 bis 36 enthalten, wären alle Auszahlungen fair: Ein Plein gewinnt im Schnitt einmal in 36 Runden und zahlt 35:1 – du würdest langfristig weder gewinnen noch verlieren. Die grüne Null ist das 37. Feld. Sie verändert die Auszahlungen nicht, wohl aber die Wahrscheinlichkeiten. Daraus ergibt sich der Hausvorteil: Im Durchschnitt behält das Casino 1/37 jedes Einsatzes, also 2,7 %.

Dieser Wert gilt beim europäischen Roulette für jeden Einsatz gleichermaßen – egal, ob du auf eine Zahl oder auf Rot setzt. Keine Kombination von Einsätzen kann ihn verringern. Unterschiedlich ist nur, wie stark deine Ergebnisse schwanken: Einfache Chancen gewinnen oft, aber wenig, Pleins selten, aber viel.

Beispiel9.1

Rechenbeispiel: Setzt du 37 Runden lang je 1 € auf die 17 und fällt jede Zahl genau einmal, gewinnst du einmal 35 € plus deinen Einsatz zurück – also 36 € für 37 € Einsatz. Der fehlende Euro ist der Hausvorteil.

Europäisch, französisch, amerikanisch: die Varianten

Roulette ist nicht gleich Roulette. Die drei wichtigsten Varianten unterscheiden sich vor allem in einem Punkt: wie teuer die Null für dich ist.

Die Roulette-Varianten im Vergleich
Variante Felder Besonderheit Hausvorteil
Europäisches Roulette 37 (eine Null) Standard in Europa, auch online am häufigsten 2,70 %
Französisches Roulette 37 (eine Null) Regel „La Partage“ oder „En Prison“ bei einfachen Chancen ca. 1,35 % auf einfache Chancen
Amerikanisches Roulette 38 (Null und Doppelnull) zusätzliche 00, sonst gleiche Auszahlungen ca. 5,26 %

Beim französischen Roulette bekommst du bei der Regel „La Partage: Regel beim französischen Roulette: Fällt die Null, bekommst du die Hälfte deines Einsatzes auf einfache Chancen zurück. Der Hausvorteil darauf sinkt auf 1,35 %.“ die Hälfte deines Einsatzes auf eine einfache Chance zurück, wenn die Null fällt. Bei „En Prison“ bleibt dein Einsatz für die nächste Runde stehen – gewinnt er dann, erhältst du ihn zurück. Beides halbiert den Hausvorteil auf einfache Chancen. Das amerikanische Roulette hat dagegen ein zusätzliches Feld, die Doppelnull, und ist damit fast doppelt so teuer wie die europäische Variante. Eine Sonderwette auf die fünf Zahlen 0, 00, 1, 2 und 3 hat dort sogar einen Hausvorteil von rund 7,9 %.

Hausvorteil beim Roulette: französisch mit La Partage 1,35 Prozent, europäisch 2,70 Prozent, amerikanisch 5,26 Prozent, Sonderwette auf fünf Zahlen rund 7,9 Prozent
Wie teuer die Null ist: der Hausvorteil der Roulette-Varianten im Vergleich.

Roulette-Systeme: Was Martingale & Co. wirklich bringen

Kaum ein Spiel hat so viele „Gewinnsysteme“ hervorgebracht wie Roulette. Die bekanntesten sind Martingale, Fibonacci und D’Alembert. Sie alle regeln, wie du deinen Einsatz nach Gewinn oder Verlust veränderst. Was sie nicht können: die Wahrscheinlichkeiten ändern. Jeder Wurf ist unabhängig von allen vorherigen, und der Hausvorteil wirkt auf jeden einzelnen Einsatz.

Beispiel Martingale

Beim Martingale-System setzt du auf eine einfache Chance und verdoppelst nach jedem Verlust. Der erste Gewinn bringt alle Verluste zurück plus den Grundeinsatz. Das klingt sicher – bis eine Pechsträhne kommt. Beginnst du mit 10 €, musst du nach sechs Verlusten in Folge bereits 640 € setzen; nach sieben Verlusten hast du insgesamt 1.270 € verloren, um 10 € zu gewinnen. Sieben Verluste in Folge auf Rot sind beim europäischen Roulette etwa einmal in 106 Serien zu erwarten – bei vielen Serien also keineswegs selten. Spätestens das Tischlimit beendet die Verdopplung dann endgültig.

Martingale mit 10 € Grundeinsatz
Runde Einsatz Verlust bis dahin Gewinn bei Treffer
1 10 € 0 € +10 €
2 20 € 10 € +10 €
3 40 € 30 € +10 €
4 80 € 70 € +10 €
5 160 € 150 € +10 €
6 320 € 310 € +10 €
7 640 € 630 € +10 €

Paroli

Das Paroli ist das Gegenstück zu Martingale: Du verdoppelst nach einem Gewinn und gehst nach einem Verlust zum Grundeinsatz zurück. Meist wird die Serie nach drei Gewinnen in Folge beendet. So riskierst du pro Serie nur den Grundeinsatz und kannst bei einer Glückssträhne den siebenfachen Einsatz gewinnen. Der Haken: Drei Gewinne in Folge auf einer einfachen Chance gelingen nur in etwa jeder neunten Serie.

D’Alembert und Fibonacci

Beim D’Alembert-System erhöhst du nach jedem Verlust um eine Einheit und senkst nach jedem Gewinn um eine Einheit. Die Einsätze steigen dadurch langsamer als bei Martingale, aber auch die Verluste in Pechsträhnen wachsen stetig. Das Fibonacci-System folgt der gleichnamigen Zahlenfolge (1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 …): Nach einem Verlust gehst du einen Schritt vor, nach einem Gewinn zwei zurück. Beide Systeme wirken vorsichtiger als Martingale, ändern aber ebenso wenig am Hausvorteil.

Die James-Bond-Strategie

Bei dieser Strategie verteilst du 200 € fest auf das Tableau: 140 € auf 19–36, 50 € auf die Transversale simple 13–18 und 10 € auf die Null. Damit deckst du 25 der 37 Zahlen ab. Fällt eine Zahl von 1 bis 12, verlierst du alles; in allen anderen Fällen gewinnst du einen kleineren oder größeren Betrag. Klingt clever, ist es aber nicht: Auch hier bleibt der erwartete Verlust bei 2,7 % des Gesamteinsatzes, also 5,40 € pro Runde.

Achtung11.1

Alle Systeme haben dieselbe Schwäche: Sie können nur verteilen, wann und wie viel du gewinnst oder verlierst. Den Hausvorteil auf jeden einzelnen Einsatz kann keine Einsatzfolge umgehen.

Der Spielerfehlschluss

Viele Systeme beruhen auf der Annahme, nach zehnmal Rot sei Schwarz „fällig“. Das ist ein klassischer Denkfehler, der sogenannte Spielerfehlschluss. Die Kugel hat kein Gedächtnis: Die Chance auf Schwarz ist in jeder Runde gleich, egal was vorher gefallen ist. Auch Anzeigen der „heißen“ und „kalten“ Zahlen, die viele Online-Tische zeigen, sagen nichts über die nächste Runde aus.

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Variante:
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Runden0
Eingesetzt0,00
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Deine Quote bisher–
Langfristig (RTP)97,3 %
Guthaben-Verlauf

Beim europäischen Roulette behält das Casino auf lange Sicht 2,7 % jedes Einsatzes – egal, worauf du setzt.

Roulette um echtes Geld ist online in Deutschland nur mit der Erlaubnis eines Bundeslandes erlaubt – derzeit stehen solche Erlaubnisse aus Schleswig-Holstein und Bayern auf der Whitelist. Mehr zur Rechtslage

Live-Roulette und Varianten mit Multiplikatoren

Beim Live-Roulette sitzt ein echter Croupier an einem echten Kessel, und du verfolgst das Spiel im Videostream. Du setzt über eine digitale Oberfläche, die Kugel wird wie in der Spielbank geworfen. Viele Spieler schätzen die Atmosphäre und die Gewissheit, dass das Ergebnis nicht aus einem Computer stammt. Dafür ist das Tempo langsamer: Eine Live-Runde dauert meist deutlich länger als eine digitale.

Daneben gibt es moderne Varianten mit Multiplikatoren. Vor jeder Runde werden dabei einige Zahlen zufällig ausgewählt, die bei einem Treffer ein Vielfaches des normalen Gewinns auszahlen. Damit das für den Anbieter aufgeht, zahlen alle anderen Pleins weniger als die klassischen 35:1. Wer solche Varianten spielt, sollte in den Spielinformationen nachsehen, welche Auszahlungen gelten und welche Auszahlungsquote das Spiel hat.

Roulette online spielen: Was in Deutschland gilt

Online wird Roulette auf zwei Arten angeboten: als digitale Version, bei der ein Zufallsgenerator die Zahl bestimmt, und als Live-Roulette, bei dem ein echter Croupier per Video an einem echten Kessel spielt. Die Regeln sind in beiden Fällen dieselben wie am Tisch in der Spielbank.

Rechtlich zählt Online-Roulette in Deutschland zu den Online-Casinospielen. Anders als Online-Spielautomaten sind sie nicht bundesweit erlaubt: Jedes Bundesland entscheidet selbst, ob es sie zulässt. Derzeit gibt es Erlaubnisse nur in Schleswig-Holstein und Bayern, und sie gelten nur für Spieler in diesem Land. Die Anbieter in unserem Casino Check haben eine bundesweite Erlaubnis für Spielautomaten – Roulette gehört nicht dazu. Mehr dazu auf unserer Seite zur Rechtslage. In den Spielbanken vor Ort gehört Roulette dagegen zum Standardangebot.

Dein erstes Roulette-Spiel: Schritt für Schritt

  1. Variante wählen Suche einen Tisch mit nur einer Null – europäisches oder, wenn verfügbar, französisches Roulette mit La Partage.
  2. Limits prüfen Schau dir Mindest- und Höchsteinsatz an. Ein niedriges Minimum lässt dein Budget länger reichen.
  3. Budget und Einsatz festlegen Lege fest, wie viel du an diesem Abend höchstens einsetzt, und wähle einen Einsatz pro Runde, der dazu passt.
  4. Mit einfachen Chancen starten Rot, Schwarz, Gerade oder Ungerade gewinnen fast in jeder zweiten Runde – ideal, um ein Gefühl für das Spiel zu bekommen.
  5. Statistiken ignorieren Die Anzeige der letzten Zahlen ist Unterhaltung, keine Information. Setze nach Gefühl, nicht nach vermeintlichen Mustern.
  6. Rechtzeitig aufhören Ist das Budget verbraucht oder dein Ziel erreicht, beende das Spiel. Gewinne nimmst du mit, statt sie weiter zu setzen.

Roulette-Mythen im Check

  • „Nach fünfmal Rot kommt Schwarz.“ Falsch. Der Kessel hat kein Gedächtnis; die Chance auf Schwarz ist in jeder Runde gleich – 48,65 % beim europäischen Roulette.
  • „Heiße Zahlen fallen öfter.“ Falsch. Die Statistikanzeige zeigt nur, was zufällig passiert ist. Über die nächste Runde sagt sie nichts aus.
  • „Mit dem richtigen System gewinnt man immer.“ Falsch. Jedes System verteilt nur Gewinne und Verluste anders. Der Hausvorteil bleibt bei jedem Einsatz bestehen.
  • „Online-Roulette ist manipuliert.“ Bei Anbietern mit Erlaubnis werden Zufallsgeneratoren geprüft, und beim Live-Roulette siehst du den echten Kessel. Manipulation ist dort kein realistisches Risiko – Anbieter ohne Erlaubnis kontrolliert dagegen niemand.

Tipps für dein Roulette-Spiel

  • Nur eine Null Spiele europäisches oder französisches Roulette. Amerikanisches Roulette ist wegen der Doppelnull fast doppelt so teuer.
  • La Partage nutzen Wenn du auf einfache Chancen setzt, ist französisches Roulette mit La Partage oder En Prison die günstigste Wahl.
  • Budget statt System Lege vor dem Spiel fest, wie viel du einsetzt – und hör auf, wenn das Budget verbraucht ist. Verdopplungssysteme beschleunigen Verluste.
  • Tempo bewusst wählen Digitales Roulette ist viel schneller als ein Live-Tisch. Mehr Runden pro Stunde bedeuten bei gleichem Einsatz mehr Umsatz – und mehr erwarteten Verlust.

Roulette am Smartphone

Digitales und Live-Roulette funktionieren auch auf dem Smartphone. Die Oberflächen sind dafür angepasst: Oft wird das Tableau im Hochformat verkleinert oder geteilt dargestellt, und Einsätze lassen sich mit einem Fingertipp platzieren und wiederholen. Gerade unterwegs ist es leicht, schneller und länger zu spielen als geplant – lege dein Budget deshalb vor dem Start fest. Für Spieler in Deutschland gilt mobil dieselbe Rechtslage wie am Computer.

Die wichtigsten Begriffe am Roulettetisch

Roulette-Begriffe von A bis Z
Begriff Bedeutung
Annonce Angesagter Einsatz auf einen Kesselabschnitt, etwa Voisins du Zéro
Croupier Spielleiter, der die Kugel wirft, Einsätze verwaltet und Gewinne auszahlt
Faites vos jeux „Machen Sie Ihr Spiel“ – Aufforderung, die Einsätze zu platzieren
Jeton Spielmarke, mit der am Tisch gesetzt wird
Kessel Die drehbare Schüssel mit den 37 (bzw. 38) Fächern
Manque / Passe Die Zahlen 1–18 bzw. 19–36
Pair / Impair Gerade bzw. ungerade Zahlen
Rennbahn Kesselförmiges Feld auf dem Tableau für Annoncen und Nachbarn
Rien ne va plus „Nichts geht mehr“ – Ende der Einsätze für die Runde
Tableau Das Spielfeld, auf dem die Einsätze platziert werden
Zéro Die grüne Null, Quelle des Hausvorteils

Häufige Fragen zu den Roulette Regeln

Wie viele Zahlen hat ein Roulettekessel?

Beim europäischen und französischen Roulette 37: die Zahlen 1 bis 36 und die Null. Das amerikanische Roulette hat zusätzlich eine Doppelnull und damit 38 Felder.

Was passiert mit meinem Einsatz auf Rot, wenn die Null fällt?

Beim europäischen Roulette verlierst du ihn. Beim französischen Roulette mit La Partage bekommst du die Hälfte zurück, bei En Prison bleibt der Einsatz für die nächste Runde stehen.

Welcher Roulette-Einsatz hat die besten Gewinnchancen?

Die einfachen Chancen wie Rot oder Schwarz gewinnen am häufigsten, nämlich mit 48,65 %. Der Hausvorteil ist beim europäischen Roulette aber für alle Einsätze gleich: 2,7 %.

Funktioniert das Martingale-System?

Nein. Es bringt viele kleine Gewinne, aber gelegentlich einen sehr großen Verlust, der sie wieder aufzehrt. An der Wahrscheinlichkeit und am Hausvorteil ändert es nichts.

Ist Online-Roulette in Deutschland erlaubt?

Nur mit einer Erlaubnis des jeweiligen Bundeslandes, derzeit in Schleswig-Holstein und Bayern. Die bundesweite Erlaubnis für Online-Spielautomaten umfasst kein Roulette.

Was bedeutet „Rien ne va plus“?

Französisch für „Nichts geht mehr“. Mit dieser Ansage schließt der Croupier die Einsätze für die laufende Runde.

Wie lange dauert eine Runde Roulette?

Am Live-Tisch meist zwischen 30 Sekunden und einer Minute, je nachdem, wie lange gesetzt werden darf. Digitales Roulette ist deutlich schneller – dort entscheidest du selbst, wann die nächste Runde startet.

Was ist eine Annonce?

Ein angesagter Einsatz auf einen zusammenhängenden Bereich des Kessels, zum Beispiel Voisins du Zéro. Er besteht aus mehreren gewöhnlichen Einsätzen und hat denselben Hausvorteil.

Wie viel sollte ich pro Runde setzen?

So viel, dass dein Budget für die geplante Spielzeit reicht. Eine einfache Faustregel: Teile dein Budget für eine Sitzung durch mindestens 50 – das ist ein vernünftiger Einsatz pro Runde.

Wer hat Roulette erfunden?

Das ist nicht eindeutig belegt. Roulette entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich; die oft genannte Erfindung durch Blaise Pascal ist eine Legende. Das Roulette mit nur einer Null wurde 1843 in Bad Homburg eingeführt.

Warum hat amerikanisches Roulette eine Doppelnull?

In den USA blieb die ursprüngliche Form mit Null und Doppelnull erhalten. Das zusätzliche Feld erhöht den Hausvorteil auf rund 5,26 % – fast doppelt so viel wie beim europäischen Roulette.

Wie hoch ist die Chance, eine bestimmte Zahl zu treffen?

Beim europäischen Roulette 1 zu 37, also rund 2,7 % pro Runde. Ein Plein zahlt dann 35:1 aus.

Fazit

Roulette ist schnell gelernt: Chips setzen, Kugel abwarten, Gewinne kassieren. Die wichtigste Regel steckt in der grünen Null – sie sorgt für den Hausvorteil und macht den Unterschied zwischen den Varianten aus.

Wer mit nur einer Null spielt, auf einfache Chancen vorzugsweise mit La Partage, und sein Budget vorher festlegt, spielt so günstig, wie Roulette es zulässt. Systeme ändern daran nichts. Weitere Spiele erklären wir in unseren Blackjack Regeln und Spielautomaten Regeln.